Archiv für die Kategorie ‘Im Dialog mit Dir’

Ergebnis Umfrage Vorkasse-Projekte

Montag, 21. Juni 2010

Vielen Dank, dass so viele Designer an unserer Kurzumfrage zum Favoritenbonus teilgenommen haben! Nach 265 Teilnehmern haben wir die Umfrage gerade geschlossen,  das Ergebnis sollte  jetzt repräsentativ sein…

Die Fragestellung war folgendermaßen: Soll der Favoritenbonus (75% / 25%) abgeschafft werden? Derzeit gehen bei Vorkasse-Projekten nur 75% des Preisgeldes an den Gewinner, 25% des Preisgeldes werden unter den Designern aufgeteilt deren Design mit 4 oder mehr Sternen bewertet wurde.

So, hier das Ergebnis: 159 Teilnehmer möchten an der bisherigen Regelung nichts ändern. 106 Teilnehmer möchten, dass die Regelung wieder abgeschafft wird und zukünftig das ganze Preisgeld an den Gewinner geht.

Hier ein Screenshot der Auswertung unseres Umfragetools:

Hm, keine eindeutige Entscheidung also… Außerdem fällt ins Gewicht, dass sich vor allem erfolgreiche Designer aus der Community mit vielen Projektgewinnen in Blog-Kommentaren und Mails an uns gegen den Favoritenbonus ausgesprochen haben. Wir hielten den Bonus seinerzeit für eine hervorragende Idee um die Projekte ein Stück weit gerechter zu machen. Offensichtlich wird der Favoritenbonus von vielen (vor allem von den notorischen Gewinnern) jedoch als starke Schmälerung des Preisgeldes verstanden. Wir haben nach reiflicher Überlegung jetzt die Entscheidung getroffen, den Bonus wieder abzuschaffen.

Stattdessen sollen Auftraggeber zukünftig die Möglichkeit haben, freiwillig und optional einen Bonus auszuloben. Der Bonus wäre dann zusätzlich zum Mindestpreisgeld und würde daher den Verdienst des Gewinners nicht schmälern. Trotzdem setzt der Auftraggeber damit ein Zeichen und kann mit mehr Beteiligung an seinem Projekt rechnen.

Das Ganze muss aber noch gründlich durchdacht und vor allem implementiert werden, rechnet also bitte nicht schon übermorgen mit dieser Funktion. Der bisherige Favoritenbonus wird in den nächsten Tagen aber abgeschafft!

Bei den laufenden Vorkasse-Projekten geht dann das gesamte Preisgeld an den Gewinner!

Rückblick Volkssport Design

Samstag, 31. Oktober 2009

Vergangenen Montag hatten wir die Gelegenheit unser Unternehmen Designenlassen.de beim Symposium Volkssport Design vorzustellen. Thema war die aktuelle Lage der Design-Profession und der derzeitige Wandel, beispielsweise durch Crowdsourcing-Portale wir designenlassen.de oder jovoto. Die starke Resonanz (400 Teilnehmer!) zeigt, dass die Organisatoren mit der Themenwahl den richtigen Riecher hatten.

Organisiert wurde die Veranstaltung von der Kunsthochschule Berlin Weißensee und dem AGD. Für die hervorragende Organisation und Moderation Waren von Prof. Dr. Herbert Grüner und der freie Autor und Designer Florian Alexander Schmidt verantwortlich. Das Fontblog war so nett eine Live-Berichterstattung zu machen.

Ich gebe zu, dass ich mit einem mulmigen Gefühl nach Berlin gefahren bin. Schließlich waren unter den Ko-Referenten einige entschiedene und offene Gegner des Konzepts von designenlassen.de. Mitveranstalter war ja außerdem der AGD, der sich bislang immer offen als Gegner von Design-Crowdsourcing-Portalen bekannt hat. Es war sozusagen für mich so etwas wie die Höhle des Löwen…

Zu allem Überfluss stand ich dann auch noch 2 Stunden in einer Autobahn-Vollsperung bei Dessau und verspätete mich um etwa eine Stunde. Mein Dank geht an Bastian Unterberg von Jovoto, der zum Glück einsprang und seine Präsentation vorzog. Ziemlich abgehetzt begann ich meinen Vortrag nachdem ich meinem Rechner vor versammelter Mannschaft noch 3 Minuten beim Hochfahren zusehen musste :-) Privat bin ich genau aus diesem Grund Mac-User!

Im Anschluss waren dann Prof. Torsten Stapelkamp, AGD und Sabine Zentek von FIDIUS – Faire Designwettbewerbe e.V an der Reihe. Beide haben unser Portal massiv kritisiert, wobei Frau Zentek hart aber sehr konstruktiv in Ihrer Kritik war, ihr ging es ganz offensichtlich nicht um eine polemische Grundsatzdiskussion sondern um die Feinheiten und die ausgewogene Ausgestaltung der Urheberrechtsfragen. Ich habe mir zahlreiche Notizen gemacht und sicherlich wird sich unser Konzept in diesem Punkt noch weiterentwickeln. Herr Stapelkamp war weniger konstruktiv und schoss für meinen Geschmack mit seinen Äußerungen über das Ziel hinaus. Bei allen inhaltlichen Differenzen sollte man meiner Meinung nach die gute Kinderstube und den Respekt seinen Mitmenschen gegenüber nie vergessen… Vor allem als Professor und Vertreter von Institutionen wie der FH-Hof und dem AGD.

Die Veranstaltung war ein großer Erfolg, denn sie hat die Diskussion zu wichtigen Fragen der Design-Branche angestoßen und die verschiedenen Perspektiven aufgezeigt. Ich persönlich konnte von vielen Beiträgen profitieren und habe gute Denkanstöße bekommen!

Was noch zu sagen wäre:

  • Mir hat die Perspektive eines Auftraggebers gefehlt, beim nächsten Mal sollte unbedingt ein Auftraggeber von Designprojekten eingeladen werden.
  • Wolfgang Beinert ist ein beeindruckender Typ und hat einen super Vortrag gehalten. Besonders gut fand ich die Gegenüberstellung von seinen persönlichen Wünschen und der aktuellen Branchensituation und sein Statement “Gott hat einen großen Tiergarten - die Frage ist, wo ich mich positionieren möchte”
  • Malte Christensen von http://kopfbunt.de/ weiß, wie man sich im Web 2.0 als Experte positioniert und gibt dieses Wissen gerne weiter - danke für den guten Vortrag, Malte!
  • Bastian Unterberg von Jovoto ist ein richtig netter Kerl, es ist immer nett den Macher hinter einer Webseite zu treffen ;-)

Bis zum nächsten Mal - es ist noch genug Gesprächsstoff für eine weitere Veranstaltung vorhanden.

designenlassen.de lädt AGD zum Dialog ein

Dienstag, 17. März 2009

Gerade eben hat uns eine Nutzerin auf einen sehr negativen Beitrag zu designenlassen.de auf der Webseite des AGD aufmerksam gemacht. Der AGD ist ein Serviceverband selbständiger Designer, was der Automobilclub für den Kraftfahrer ist also der AGD für den Kreativen… Wir respektieren die Meinung des AGD, aber wir haben eine andere Sichtweise auf das Thema:

Der wichtigste Kritikpunkt ist das Preisgeld, der AGD bezeichnet es als “Taschengeld”

Wir denken das ist eine Frage der Perspektive und möchten das Thema aus der Sicht des Auftraggebers beleuchten. Unsere Plattform wird stark von Existenzgründern genutzt, die ein knappes Budget haben und jeden Marketing-Euro zweimal umdrehen müssen. Beispielhaft möchte ich ein reales Projekt herausgreifen, eine Nageldesignern, die den Schritt in die Selbständigkeit geht und ein Logo benötigt. Mehr als 200€ -300€ Budget sind hier einfach nicht drin. Auf designenlassen.de bekam die Dame 299 Designvorschläge, führte eine angeregte Diskussion mit der Community und entschied sich am Ende für das Logo, das ihr am besten gefiel. Wir finden das ist eine schöne Erfolgsgeschichte…

Wir wissen natürlich, dass das Konzept der Plattform (noch) nicht perfekt ist und dass sich langfristiger Erfolg nur einstellt, wenn beide Seiten, also Auftraggeber und Designer profitieren. Als wichtigen Nutzen sehen wir für beide Seiten:

  • Viel Auswahl (OK, Vorteil vor allem auf Seite des Auftraggebers ;-)
  • Schnelle Projektlaufzeit (gut für beide Seiten)
  • Klarheit über die Kosten (eigentlich auch gut für beide Seiten, der Auftraggeber bestimmt was er ausgeben möchte und diejenigen Designer, die sowohl das Preisgeld als auch das Projekt reizt beteiligen sich)
  • Kostenersparnis durch direkte, internetbasierte Kommunikation (Keine Meetings, keine Akquisemailings- und Telefonate, keine Dreieckskommunikation Auftraggeber - Kontakter - Designer)

Und bitte nicht vergessen: Uns gibt es seit gerade einmal 4 Monaten! Wir möchten aber den Kopf nicht in den Sand stecken und würden uns über einen Dialog mit dem AGD freuen. Sicher kann das Konzept von designenlassen.de noch verbessert und weiterentwickelt werden. Diese Chance besteht aber nur, wenn man miteinander redet und nicht verbal aufeinander einschlägt.

Wir begrüßen einen Dialog hier im Blog!

Michael Kubens

Mindestgewinnsumme

Dienstag, 11. November 2008

OK, hierzu lässt sich folgendes sagen: Wir haben designenlassen.de nicht gegründet, um in Konkurrenz zu den großen und etablierten Designagenturen zu treten, die Ihren Kunden 140 € die Stunde in Rechnung stellen. Auch kann designenlassen.de einen Kunden nicht langfristig betreuen, und genau das macht ja eigentlich den Wert einer Agentur aus…

Das Potential von designenlassen.de liegt doch eher darin, dass sich über diese Plattform auf einmal eine Zielgruppe gutes Design leisten kann, die das bis jetzt nicht konnte, es sei denn man hatte einen Mediengestalter in der Familie… Denkt doch mal an den Dj oder den Betreiber des Uhrenshops! Außerdem bietet die Plattform Designern die Möglichkeit, Ihr Potential zu entfalten und ganz nebenbei neue Kunden zu gewinnen.

Lange Rede kurzer Sinn: Das Preisgeld sollte angemessen, aber für die Zielgruppe erschwinglich sein. Momentan sieht die Preistabelle so aus:

Wie hoch sollte aus Eurer Sicht das absolute Minimum in den Kategorien sein? Eure Meinung ist gefragt…


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