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Neu im Blog: Damit kämpfen Designer täglich – 10 typische Kundenbriefings

Zugegeben, Kreative haben es häufig schwer. Denn sie müssen oftmals Kundenwünsche umsetzen, welche die Auftraggeber entweder selbst nicht genau oder zu konkret definieren können. So wird die Zusammenarbeit schon beim Briefing auf eine erste Probe gestellt. Mit diesen 10 typischen Kundenbriefings zeigen wir Dir in diesem Beitrag, dass Designer nicht nur in ihrem eigentlichen Handwerk gut sein müssen, sondern manchmal auch eine Fähigkeit zum Dekodieren von kryptischen Nachrichten mitbringen sollten. young beautiful business woman suffering stress working at office asking for help feeling tired

1. Das Ein-Satz-reicht-Briefing

Es ist das kürzeste Kundenbriefing überhaupt, denn es besteht nur aus einem Satz. Dieser Satz soll Anhaltspunkte zur Zielgruppe geben, über das Unternehmen informieren, den Sinn des Designs verdeutlichen, sowie Wünsche zu Farbe und Schriftarten enthalten. Für den Auftraggeber ist damit alles Wichtige gesagt. Für den Designer: nichts… Beispiele für Ein-Satz-reicht-Briefings: „Wir wollen ein Design, das knallt.“, „Machen Sie uns ein schönes Design.“, „Wir wollen das so wie Apple.“

2. Das farbenfrohe Briefing

Farben sind toll. Schließlich fanden wir es damals auf Martins 5. Geburtstag auch klasse, als überall bunte Girlanden hingen, regenbogenfarbene Ballons im Zimmer schwebten und die Pappteller sich zwischen Rot, Blau und Gelb abwechselten. Doch was passiert, wenn ein Designer ein Briefing ähnlich eines Kindergeburtstags erhält? Dann muss es sich wohl um das farbenfrohe Briefing handeln. Der Auftraggeber schwelgt in Farbangaben. Er ignoriert dabei Farbcodes und den guten Geschmack und wünscht sich „lebendiges Zitronengelb mit leichtem Anklang an Orangetöne“ oder hätte gerne, dass „das Logo in einem strengen Blau mit türkisfarbenen Sprengseln“ künftig Visitenkarten und die Website ziert. Ein typischer Satz nach dem ersten Designentwurf lautet: „So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt.“

3. Das pixelgenaue Briefing

Wenn Du als Designer ein pixelgenaues Briefing erhältst, weißt Du, was Digitalisierung in Wahrheit bedeutet: Die Welt besteht nur aus Pixeln. Bevor Du allerdings anfängst, an die Matrix zu glauben und Dich Neo nennst, stehst Du erst einmal vor tausend Zahlen. Diese Zahlen zeigen Dir, wie viel Platz für das Logo bleibt, an welcher Position eine Schaltfläche stehen soll und wie viele Pixel groß der Text sein darf. Üblicherweise sind die Pixelfanatiker unter den Auftraggebern vor allem bei Webdesign-Jobs zu finden. Es ist aber wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Briefings für Visitenkarten mit Pixelangaben kommen…

4. Das Anglizismen-Briefing

Zugegeben, wir leben in einer modernen Welt, die zunehmend globalisierter wird. Dass dabei das ein oder andere englische Wort zu hören und zu lesen ist, sollte nicht verwundern. Warum jedoch das Briefing (ähm, Pardon, die „Einsatzbesprechung“) vollgepackt ist mit „sticky“, „edgy“, „fancy“ und anderen tollen Adjektiven, weiß niemand. Am wenigsten der Designer, der beim Lesen des Briefings ständig zwischen Google Übersetzer und Originaltext hin- und herswitcht.

5. Das Fließtext-Briefing

Hast Du schon einmal versucht, einen Text ohne Absätze und nahezu ohne Interpunktion zu lesen? Das ist ungefähr so, wie jemandem zuzuhören, der im wahrsten Sinne des Wortes „ohne Punkt und Komma“ redet. Kannst Du Dir jetzt vorstellen, wie sich so ein Design-Briefing liest? Gut. Dann wäre das Fließtext-Briefing damit ausreichend beschrieben.

6. Das Telegramm-Briefing

Zeit ist Geld und viele Worte bedeuten mehr Zeit und Zeit bedeutet schließlich Geld. Deshalb scheinen manche Auftraggeber auch nicht wirklich Zeit in das Briefing investieren zu wollen. Sie bleiben im Steno-Stil, werfen mit Abkürzungen um sich, sodass jeder Designer am liebsten zur Touring-Maschine greifen würde, um das Ganze zu entschlüsseln. Ganz abgesehen von der fehlenden persönlichen Note ist das Telegramm-Briefing vielleicht ein Fall für alle militärisch angehauchten Designer, aber wirklich sinnvoll ist das nicht. M.E. ist d. Br. kaum z. gebr.. Bitte wh.!

7. Das Budget-zentrierte Briefing

Es gibt Menschen, die von allem das Beste und nichts dafür bezahlen oder tun wollen. Luxuswagen fahren, aber an der Ausstattung sparen, ins Nobelrestaurant gehen und nur die Vorspeise bestellen. Ähnlich veranlagt sind die Auftraggeber, deren Briefing allein auf den Budgetvorgaben beruht. Für Designer bleibt in diesem Fall nur die Frage: Nehme ich das an, mache mehr als drinsteht oder lehne ich ab? Wer Aufträge dringend benötigt, wird die Frage vermutlich schnell beantworten…

8. Das überausführliche Briefing

Wenn es um Romantik geht, können Paare diese „totreden“. Ähnlich ist es beim überausführlichen Briefing. So mancher Auftraggeber möchte ganz sicher sein, dass beim Design genau sein Wunsch verwirklicht wird. Das ist nicht weiter verwerflich. Wenn dieser Wunsch dann jedoch so genau ausformuliert wird, dass der Designer nicht mal einen Klick Freiheit verspürt, wird das Briefing zum Kreativgefängnis. Am liebsten hätte der Auftraggeber natürlich auch noch, dass der Designer vor Ort arbeitet, damit er jeden Schritt genau protokolieren kann. Abweichungen sind dann unmöglich. Eine freie Entfaltung beim Arbeiten ebenso wenig.

9. Das Lehrer-Briefing

Kennst Du noch die Textaufgaben in Mathe? Bist Du manchmal daran verzweifelt? Dann werden Dir Lehrer-Briefings mit Sicherheit auch Magenkrämpfe bescheren. Denn letztlich sind diese Aufträge so formuliert wie eine Schulaufgabe: „Entwerfen Sie ein Logo mit den Abständen x und x cm. Berücksichtigen Sie dabei aktuelle Designtrends und knüpfen Sie an das vorherige Design an.“ Am Ende darfst Du dann wohl auf die Zensur warten…

10. Das Briefing voller Alternativen

Es gibt Momente, in welchen wir alle ein bisschen unentschlossen sind. Doch gerade in einem Briefing ist Unentschlossenheit fehl am Platz. Bestehen die Angaben zum Auftrag nur noch aus Alternativen, ist Dein Gehirn irgendwann so vernebelt, dass die tatsächliche rote Linie nicht mehr zu finden ist. Und Du fühlst Dich dann wie Theseus, dem der Ariadne-Faden entglitten ist und der sich hoffnungslos in Minotaurus Labyrinth verirrt hat. Doch halt, er hat den Minotaurus besiegt. Das wirst Du auch! Nur Mut, auch Du wirst die einzig wahren Wünsche Deiner Kunden erfüllen können! Das waren unsere 10 typischen Kundenbriefings. Haben wir Deiner Meinung nach ein typisches vergessen? Dann freuen wir uns wie immer über Deinen Kommentar! Für alle, die ihrem Designer ein wirklich gutes Briefing liefern wollen, haben wir hier 10 Tipps für Dein nächstes Designbriefing zusammengestellt.  

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Design von adgraphic ist das Design des Monats! (01.03.2017 - 31.03.2017)


Gewinner Designs:

Design von adgraphic Design von GEKO Design Design von cschulz Design von burkhardthauke Design von Barbara S Design von cschulz Design von 4Creative Design von womey Design von TobiasK Design von mutabor Design von mang gon Design von Caja Design von majkimalek Design von Mhosneezaman Design von majkimalek Design von Yaleri Design von Yaleri Design von mang gon Design von ADR Design von majkimalek Design von cschulz Design von mang gon Design von majkimalek Design von majkimalek Design von Indigo4Design Design von grafschaft Design von cschulz Design von Offroomdesign Design von animasierra Design von Kazza Design von sgmediaservice Design von Silentsmile Design von Ghost Design von mldesign Design von nu eidee Design von lis2005 Design von onewaydesign Design von mang gon Design von neutron Design von majkimalek Design von Schnacki2 Design von Ghost Design von rsdesign Design von catkittens Design von Pixel79 Design von wakatdesign Design von majkimalek Design von duck Design von rsdesign Design von phitradesign Design von mldesign Design von simi Design von less is more Design von nas05 Design von mldesign Design von S GRAPHICS Design von portrayal Design von Schnacki2 Design von NeueSchlichtheit Design von onkeltobi Design von rsdesign Design von valu2507 Design von mldesign Design von JaDe Design von JaDe Design von NeueSchlichtheit Design von NeueSchlichtheit Design von paganus Design von flamingflow

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